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Wie kommt es zur Befruchtung?

Vor dem Muttermund, dem Zugang zur Gebärmutter, liegt ein zäher Schleimpfropf, den die Samenzellen nur schwer durchdringen können. Dieser verflüchtigt sich um die Zeit des Eisprungs und erleichtert den Samen ihren Weg zur Eizelle. Die Eizelle, die sich aus dem Eibläschen im Eierstock gelöst hat, gelangt mit einer kleinen Menge Flüssigkeit in den Eileiter. Wellenartige Bewegungen der Eileiterwände tragen die Eizelle zur Gebärmutter.

Zur Befruchtung kommt es nur, wenn auf diesem Weg Samenzellen entgegenkommen, die in die Eizelle eindringen und mit dem Zellkern verschmelzen können. Dazu haben die Samenfäden nicht allzu viel Zeit, denn die Eizelle ist nur etwa 12 Stunden befruchtbar. Die Samenzellen können im Körper der Frau bis zu fünf, womöglich sogar acht Tage überleben.

Etwa fünf bis zehn Prozent der Eizellen können nicht befruchtet werden, weil ihre äußere Hülle für die Samenfäden undurchdringlich ist. Eine Keimanlage ist etwas höchst Empfindliches. Auf Grund unterschiedlicher Störungen entwickeln sich 40 bis 50 Prozent aller Schwangerschaften nicht weiter und enden zum Teil unbemerkt mit der nächsten Regel.

Fruchtbarkeitswahrnehmung

Im Zeitalter von Pille und Spirale gibt es immer größere Phasen im Leben von Frauen, in denen sie die normalen Körperzeichen der Fruchtbarkeit nicht erleben oder wenig beachten. Wenn Paare mit den natürlichen Methoden verhüten möchten oder eine Schwangerschaft planen, braucht es manchmal etwas Zeit, bis sie mit Hilfe der Temperatur-Methode, der Schleimstrukturmethode oder der Selbstuntersuchung des Muttermundes die unfruchtbaren und fruchtbaren Tage während des Zyklus selbst bestimmen können.

Obwohl eine Fehl-, Früh- oder Totgeburt auch heute keine Seltenheit ist, fehlt vielen Betroffenen die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Besonders tabuisiert ist der Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen oder anderen Gründen. Häufig sind die Personen im sozialen Umfeld, Freunde, Bekannte und Partner überfordert mit der Trauer, die betroffene Frauen und Männer durchleben, wenn sie einen Verlust- gleich in welcher Schwangerschaftswoche- verarbeiten müssen. Beratung kann sinnvoll sein unmittelbar in der akuten Situation, manchmal aber auch Monate oder Jahre später.

Wir bieten Unterstützung

  • Wenn Sie Begleitung in der Trauer und Hilfe bei der Verarbeitung des Erlebten brauchen
  • Wenn Sie in der Partnerschaft neue Wege finden müssen, über das Erlebte zu sprechen und sich gegenseitig zu unterstützen
  • Wenn Sie medizinische Fragen haben zum Warum? und Wieso?
  • Wenn Sie Hilfe bei der Entscheidung brauchen, welche vorgeburtlichen Untersuchungen Sie in einer Folgeschwangerschaft in Anspruch nehmen möchten

Den Kontakt mit anderen betroffenen Frauen und Männern finden Sie am besten über Selbsthilfegruppen.

Kontakt zu Selbsthilfegruppen

Die Muschel

Iniative Regenbogen e.V.

Ebenso wie bei heterosexuellen Paaren gibt es gleichgeschlechtliche Paare, bei denen der Wunsch nach einem Kind besteht. Kinder in homosexuellen Lebensformen sind Realität: Viele Paare haben Kinder aus einer heterosexuellen Beziehung in der Vergangenheit. Bei dem Kinderwunsch in einer gleichgeschlechtlichen Verbindung geht es um die rechtlichen Fragen: Dürfen gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren und dürfen lesbische Frauen eine künstliche Befruchtung durchführen lassen?

Die meisten lesbisch lebenden Frauen erfüllen sich ihren Kinderwunsch durch Befruchtung mit Spendersamen. Einige suchen sich private Samenspender. Sie führen die Befruchtung entweder selbst zu Hause durch oder nehmen dazu die Hilfe eines Arztes/einer Ärztin in Anspruch. Andere beziehen den Samen aus Samenbanken. Die Richtlinien zur Durchführung der assistierten Reproduktion verbieten die Befruchtung mit Spendersamen bei lesbischen Frauen nicht explizit, aber es gibt in Deutschland nur sehr wenige Ärzte und Ärztinnen, die diese Behandlung durchführen. Deshalb reisen viele Frauen hierfür in die Niederlande oder nach Dänemark.

Prinzipiell dürfen auch Einzelpersonen Kinder adoptieren und in Einzelfällen haben sogar Frauen, die in der Antragsstellung offen und selbstbewusst als lesbisch lebendes Paar aufgetreten sind, von der verantwortlichen Stelle eine Adoptionserlaubnis erhalten. Die Chance auf eine Vermittlung bleibt dennoch gering, da die Bewerberzahl für jedes zur Adoption stehende Kind groß ist und sowohl die Adoptionsvermittlungsstellen als auch die zustimmungspflichtigen biologischen Eltern bevorzugt in traditionelle Lebensformen vermitteln.

Die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ist in einigen europäischen Ländern erlaubt und liberale Gesetzentwürfe werden in vielen Ländern diskutiert.

Homosexuelle Paare haben bei Anerkennung der Eignung durch die Adoptionsvermittlungsstelle am Wohnort die Möglichkeit der Auslandsadoption.

Zum Weiterlesen

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland - Familienseite

Initiative lesbischer und schwuler Eltern/ilse

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