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Unerfüllter Kinderwunsch

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Ursachen

Körperliche Ursachen

Neben körperlichen Ursachen können auch Stress, Alkohol und Nikotin negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Aber auch bestimmte Medikamente können Ihre Fruchtbarkeit beeinflussen. Ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Fruchtbarkeit wurde bisher hauptsächlich für Frauen erforscht. Ebenso können psychische Belastungen und Probleme die Fruchtbarkeit belasten. Innere Konflikte und Ängste können an Unfruchtbarkeitsproblemen beteiligt sein.

Zu den körperlichen Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit gehören unter anderem bei der Frau

  • Störungen der Eierstockfunktionen
  • Hormonelle Störungen der Hirnanhangsdrüse, der Schilddrüse, der Nebennierenrinde *Körperliche Erkrankungen wie Diabetes und Infektionskrankheiten
  • Verwachsungen oder andere Fehlbildungen der Eierstöcke
  • Endometriose
  • Eine nicht behandelte Chlamydieninfektion

Zu den körperlichen Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit gehören unter anderem beim Mann

  • Gestörte Hodenfunktion
  • Samenleiterverschluss
  • Immunologische Sterilität: Antikörper gegen Samenzellen
  • Infektionen

Diagnostik

Diagnostik

Die Abklärung der Ursachen für die Unfruchtbarkeit verfolgt drei Ziele:

  • Feststellung, ob ein Eisprung stattfindet
  • Beurteilung der Spermienqualität
  • Überprüfung der Durchgängigkeit der Eileiter

Zu den diagnostischen Maßnahmen gehören neben einer allgemeinen körperlichen Untersuchung bei den Betroffenen die Hormonbestimmung im Blut der Frau, Ultraschall, mikrobiologische Untersuchung bei Verdacht auf eine Genitalinfektion, Prüfung der Durchgängigkeit der Eileiter. Beim Mann wird das äußere Genital untersucht sowie die Spermienqualität geprüft. Bei Verdacht auf eine Genitalinfektion findet eine mikrobiologische Untersuchung statt.

Psychosoziale Aspekte

Psychosoziale Aspekte bei unerfülltem Kinderwunsch

Zahlreiche Studien haben inzwischen belegt, dass Kinderwunschpaare sich hinsichtlich psychosozialer Aspekte nicht von Paaren in der Allgemeinbevölkerung unterscheiden. Es gibt lediglich einige wenige, bei denen die Kinderlosigkeit als psychisch bedingt eingestuft werden kann. Dazu gehören extreme Stressbelastung, Essstörungen, die zu starkem Unter- oder Übergewicht führen oder sexuelle Störungen, die den Geschlechtsverkehr verhindern, z.B. Erektionsstörungen beim Mann oder Vaginismus (Scheidenverkrampfung) bei der Frau.

Die Kinderwunschproblematik kann jedoch Phasen mit sich bringen, die das Paar psychisch stark belasten. Zeiten der Diagnose, die Sterilitätsbehandlung oder der Abschied von der Möglichkeit, ein leibliches Kind zu bekommen, können von Mann und Frau als Krise erlebt werden.

Wenn Sie Unterstützung suchen, kann psychosoziale Beratung helfen.

Einzel- und Paarberatung

  • beim Gespräch in der Partnerschaft über unterschiedliches Erleben und Umgehen mit der Kinderlosigkeit
  • in dem Bemühen, während der Behandlung eigene Wege im Umgang mit Erwartung und Enttäuschung zu finden
  • beim kreativen Umgang mit den Erwartungen und Reaktionen von Familie, Freundeskreis, und KollegInnen
  • beim Umgang mit eventuellen Fehlgeburten oder der Entwicklung von Ideen, wie Sie mit der Kinderlosigkeit besser umgehen können

Sexualberatung

  • bei sexuellen Problemen, wie z.B. Lustlosigkeit, die sich in der Wartezeit auf ein Kind entwickelt haben
  • bei sexuellen Problemen, wie z.B. Erektionsstörungen, die schon vor dieser Zeit bestanden und sich im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung verstärkt haben
Mehr dazu: Behandlungsmöglichkeiten
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